Buchcover Bratwurst mit Senf und Seelenheil - Mein ultimatives Wörterbuch des wahren Glaubens

Inhaltsangabe zu "Bratwurst mit Senf und Seelenheil - Mein ultimatives Wörterbuch des wahren Glaubens" (2007)

"Bacon Sandwiches and Salvation: An A-Z of the Christian Life"

<p>Untertitel "Mein ultimatives Wörterbuch des wahren Glaubens"<br>

Originaltitel: "Bacon Sandwiches and Salvation. An A-Z of the Christian Life"<br>

Adrian Plass Neuerscheinung vom September geh√∂rt zu der Schiene seiner B√ľcher, die vordergr√ľndig auf Lacheffekte setzen, aber durchaus auch Substanz haben. Das "W√∂rterbuch" enth√§lt teilweise sehr gut gelungene Definitionen, wie z. B. <br>

</p><blockquote><strong>Christliche Buchhandlungen:</strong> Geschäfte, die eine breite Auswahl enger Literatur anbieten.</blockquote><br>


<blockquote><strong>Fragen:</strong>sehr n√ľtzlich, solange es nicht solche zielstrebigen Sackgassenfragen sind wie die, die man manchmal von Hauskreisleitern h√∂rt, wie zum Beispiel: "Nachdem wir nur den Abschnitt gelesen haben - was meint ihr, war der Auss√§tzige froh √ľber seine Heilung oder nicht?"</blockquote><br>

Manchmal hat er sich auch einfach nur ausgetobt um Quatsch zu erfinden, wie z. B.:<br>

<blockquote><strong>B√ľffet:</strong>Beliebte Form gemeinsamer Mahlzeiten in der Gemeinde. Hauptursache f√ľr die gro√üe Zazikiflut von 1964, bei der viele evangelikale Christen in den gewaltigen Mengen der schmackhaften wei√üen Sauce, die sich in den Gemeindeh√§usern ansammelte, zu ertrinken drohten.</blockquote><br>

Daneben finden sich auch l√§ngere Abschnitte mit kleinen Theaterst√ľcken zu einem Stichwort oder auch l√§ngere Abs√§tze √ľber ein Thema (Mein Favorit dabei: "Christliche Zeitschriften"). Gegen Ende ist auch eine Kurzgeschichte zu finden, die sich hinter dem Stichwort "Zefanja" versteckt.<br>

Wie gewohnt hinterfragt Adrian Plass - teilweise sogar recht bissig - so einiges, was ihm in der christlichen Landschaft zu verkrustet, oberflächlich oder einfach falsch vorkommt. Das klingt dann zum Beispiel so:<br>

<blockquote><strong>Habgier:</strong>1. unangenehm raffs√ľchtige Neigung, im krassen Gegensatz zur eigenen ausgewogenen, zur√ľckhaltenden, eher sich bescheidenden und zutiefst geistlichen Haltung zum Erwerb von Geld und Besitz; 2. erheblich schwerere und in der christlichen Gemeinde weiter verbreitete S√ľnde als diejenigen, um die immer so viel Aufhebens gemacht wird</blockquote><br>
<blockquote><strong>Er ist ein lieber, netter Kerl: </strong>Formulierung zur moralischen Rechtfertigung daf√ľr, im Folgenden all die herrlich faszinierenden Merkmale der fraglichen Person aufzuz√§hlen, die √ľberhaupt nicht lieb und nett sind</blockquote><br>

In den letzten Jahren scheint auch immer wieder sein Engagement f√ľr die Dritte Welt bei "World Vision" durch. Die vielfach vorherrschende Ignoranz gegen√ľber den Themen, die nicht unsere westliche Wohlstandswelt betreffen thematisiert er unter anderem so:<br>

<blockquote><strong>Bangladesch:</strong> Land, in dem f√ľnf Millionen Kinder jeden Tag ums √úberleben k√§mpfen. Wohl kaum ein religi√∂ses Thema. Lesen Sie schnell weiter.</blockquote><br>

Ich habe teilweise Tr√§nen gelacht beim Lesen, musste aber feststellen, dass man auch in Stimmung sein muss, um das Buch wirklich geniessen zu k√∂nnen. Die √úbersetzung war sicherlich nicht leicht. Unter anderem auch, weil es mal wieder jede Menge Anagramme gibt ( z. B. "Fundamentalist" = "Und Satan filmte" und "Saftladen im Tun"). Manche Eintr√§ge kann man auch als Nicht-Engl√§nder nur schwer verstehen - viele Namen und Ereignisse scheinen sehr spezifisch englisch zu sein. Die Frage ob man aus "Bacon Sandwiches" unbedingt eine "Bratwurst mit Senf" machen musste bleibt unbeantwortet - nicht jedoch die Frage wie es √ľberhaupt zu dem Titel kam. Das wird n√§mlich in der Einleitung verraten und da will ich nicht vorgreifen.<br>

Als Lekt√ľre f√ľr Zwischendurch oder zum Doch-noch-nicht-gleich-Einschlafen sehr zu empfehlen!<br>

P.S.: Es gibt auch Eintr√§ge, deren Sinn sich mir nicht wirklich erschliesst und wo man sich schon fragen muss, ob der Autor nicht "ein St√ľck weit" √ľber das Ziel hinausgeschossen ist:<br>
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<blockquote><strong>Br√ľste:</strong>Von Salomo (der angeblich etwas von Frauen verstand) beschrieben als "junge Zwillinge von Gazellen, die unter den Lilien weiden". Man kann nur vermuten, dass dem ein anf√§ngliches Missverst√§ndnis zugrunde lag, das von den Untergebenen des kurzsichtigen K√∂nigs noch best√§rkt wurde, indem sie daf√ľr sorgten, dass alle seine Frauen sich ihm stets r√ľckw√§rts n√§herten, auf dem R√ľcken einen Rucksack mit einem Strau√ü Blumen und einem P√§rchen hungriger Frettchen darin.</blockquote>
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